Apr
11
Erste Zusammenfassung
Kategorie San Francisco
Nach ein paar wenigen Tagen in San Francisco ist es an der Zeit für eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse:
Also, alles begann (wie bekannt) letzten Samstag mit einem langen aber ruhigen Flug währenddem ich meine Füsse sogar etwas weiter von mir strecken konnte, da der Platz neben mir erfreulicherweise frei blieb. Anschliessend folgte der Spiessrutenlauf durch die Pass-/Visumkontrolle, welche ebenfalls überraschend reibungslos verlief. Als ich dann vor dem Flughafengebäude stand verspürte ich (natürlich) Lust auf eine Zigarette (jaja, ich weiss… ich bin dieses Laster halt (noch) nicht losgeworden; auch nicht in Kalifornien). Nun, diese durfte ich mir nur 20 Fuss vom Flughafengebäude entfernt genehmigen worauf alle 2 Minuten über Lautsprecher hingewiesen wurde. Ich interpretierte dies natürlich als erste USA-Absurdität und ahnte, dass weitere folgen würden ;-)
Die nächste folgte auch sogleich als nämlich mein Taxichauffeur sich während der Fahrt zu meinem neuen Heim ungeachtet der 784 Verbotskleber und -Schilder im Taxi etwa ein halbes Päckchen Ziggis genehmigte und mich ebenfalls dazu einlud, was ich aufgrund des Qualms und des damit verbundenen automatischen Passivrauchens dankend ablehnte.
Aber lassen wir mal die Laster… es ist ja nicht alles (Schall und) Rauch…..
Mit den Überraschungen war es noch nicht zu Ende: in meinem Appartment Nr. 604 angekommen stellte ich erstaunt fest, dass dieses weder hergerichtet noch sonstwie bezugsbereit war. Im Gegenteil: die Handwerker machten sich soeben daran die Badewanne neu zu lackieren! Und so habe ich die ersten beiden Nächte im Zimmer Nr. 408 verbracht. Mittlerweile bin ich wieder umgezogen.
A propos Zimmer:
-Aussicht: WOW !!!! (Fotos folgen)
-Grösse: kleiner als gedacht
-Einrichtung: ok bis gut
So, und nun zur neuen Arbeitsstelle bei der Mission National Bank. Ich kann euch sagen: eine regelrechte KATASTROPHE! Naja, wollen wir mal nicht übertreiben, aber freundlich ausgedrück ist es schon ein wenig gewöhnungsbedürftig dort zu arbeiten. Nachfolgend ein paar Fakten:
1. Wenn die CS-Arbeitsplätze auf einer 10er-Skala eine 8 oder 9 verdienen, dann bekommt mein neuer Platz ca. eine 2! Alte Möbel, Mitten in der Schalterhalle (sofern man diese so nennen kann) und vor allem: DER PC FEHLT (mittlerweile habe ich einen erhalten ;-) )
2. Die Angestellten, also meine neuen Arbeitskollegen: eine bunte Mischung aus Philippinos, noch nicht zuordbaren Asiaten, Latinos und…. ja, zwei oder drei Amerikaner hats dann auch noch. Aber wie soll man so korrektes Englisch lernen? Wahrscheinlich werde ich schlussendlich Asienglisch reden ;-) ! Obwohl: wenigstens sind alle SEHR nett und hilfsbereit.
3: DAS SCHLIMMSTE: das Gebiet in welchem die Bank ihren Sitz hat (Mission District). Das ist jetzt wirklich eine KATASTROPHE und nun übertreibe ich nicht! Nett ausgedrückt eher unsicher; bevölkert ausschliesslich von Spaniern, Latinos, Schwarzen und Asiaten. Nichts gegen all diese Personen, aber wirklich angenehm ist ein Spaziergang um den Block nun wirklich nicht. Nachdem mich unser netter Securitas-Mann über die verschiedenen Gangs im District aufgeklärt hat (die Blauen gegen die Roten, wenn ich das richtig verstanden habe), habe ich mich schliesslich doch sehr schnell dazu entschlossen die hohen Kosten für eine Automiete in Kauf zu nehmen und inskünftig mit dem Auto zur Arbeit zu fahren ;-)
4. Geschäfte macht meine neue Bank übrigens auch und zwar erstaunlicherweise ziemlich gute! Insgesamt ist das Banking sogar weitgehend vergleichbar mit dem mir bekannten CH-Banking. Einige Unterschiede gibt es dann aber doch: am liebsten finanzieren sie Hotels, wobei es sich dabei um… naja… sagen wir mal “rötlich angehauchte Residenzen” handelt die mit ziemlich komischen Besitz- und Mietverhältnissen ausgestattet sind. Die CS-Kreditpolitik würde solche Finanzierungen kaum erlauben und damit beenden wir jetzt dieses Thema ;-)
Allen Negativfaktoren zum Trotz: ich glaube, ich werde in jeder Hinsicht viel profitieren hier! Es benötigt einfach ein bisschen Anpassungsvermögen…
Mein WOHNgebiet hingegen ist übrigens SEHR TOLL! So ziemlich auf dem höchsten Hügel von SFO gelegen und sehr schön! Hier kann ich mich am Abend von den Strapazen des Tages erholen ;-)
Ansonsten habe ich noch nicht viel gesehen… leider. Kurz Fisherman’s Wharf, 2 Stunden im Financial District und immer wieder Nob Hill… das wars bis Heute. Am Sonntag wird Chito (einer meiner Arbeitskollegen, Philippino) mir jedoch die Stadt zeigen und alsdann werde ich sicherlich mehr erzählen können. Es geht mir übrigens gut und ich fühle mich wohl, auch wenn dies in dieser Mail nicht so zum Ausdruck kommen sollte ;-)
das tönt jo sehr vilversprächend! ich ha scho immer gwüsst, dass du e rotliechtbanker und hobbyreisejournalischt bisch. moin